Dezember 13, 2011

TABELLENFÜHRERJUNGS

Ai war das eine Fahrt gestern. Mit 15 minütiger Verspätung (der Kapitän hatte noch Probleme mit dem Anker) legten wir im Weyerli ab Richtung Grindelwald. Massiver Bootsverkehr in Richtung Oberland brachte unseren Zeitplan ziemlich durcheinander, aber alles halb so wild. Schon vor dem Spiel ein herrliches Gelage. Unser brasilianischer Verteidiger Rubinho hatte noch ein Abschiedsapero vorbereitet. Er kehrt für einen Monat in sein Heimatland zurück um bei der Geburt seiner Tochter dabei zu sein. Die Schnäpse flossen in Strömen, es war eine üble Party, alle tantzten auf dem Boot, der Coach ging kurzzeitig über Bord, was für ein Gelage. In Grindelwald angekommen waren alle hackedicht. Zum Glück hat das Team wenigstens noch einen seriösen Verteidiger. Er halt dem ganzen Team beim Anziehen der Ausrüstung und schnürte sämtlichen Spielern die Schlittschuhe. Dann gings also los mit dem Spiel gegen die Oberländer Hochwasserdeppen. Ausser ein paar japanischen Touristen und dem Rot-Blau Mob war die Halle leer, eine Schande für die 2. Liga, zumal die Spiele von Grindelwald früher doch gut besucht waren.
Das Spiel war herrlich anzusehen, unsere Spieler fuhren sich im Suff ständig gegenseitig über den Haufen, die Fanghand vom Torhüter griff Mal für Mal ins leere, die Touristen konnten gar nicht mehr aufhören Fotos zu machen, sie waren very amused wie sie uns sagten. Die völlig nüchternen Grindelwaldner waren aber ziemlich chancenlos, ab und zu tauchte noch der Coiffeurverweigerer Brawand gefährlich im Drittel auf, stolperte aber meistens über seine Haare.Die Nervensäge des Abends war aber eindeutig der neue Trainer der Grindelwaldner. 60 Minuten lang hatte der eptileptische Anfälle und schrie Sachen aufs Spielfeld hinein die nicht mal seine eigenen Spieler verstanden, geschweige denn gewusst hätten umzusetzen, er nervte einfach total.

Spieler des Abends beim 6:2 Sieg war die Nr. 9, Oli Gurtner. Am Morgen in der Presse noch heftigst kritisiert, wusste er im Spiel die passende Antwort zu geben. Mit 3 Toren erschoss er die Steinböcke fast im Alleingang. Nach Spielende liessen sich die Spieler noch minutenlang feiern, der Aufsteiger hat vorübergehend die Tabellenführung übernommen.

Am Samstag wartet dann mit Mirchel wieder ein harter Brocken auf die Jungs, ich bin zuversichtlich für einen Sieg und überzeugt davon, dass es ein gutes Spiel geben wird. Schnell, intensiv, spannend und nicht so ein Gehacke wie geggen die Hochwasserdeppen oder Holzhacker.

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