Dezember 22, 2011

Zeugenaufruf: Mord in Oberlangenegg

Das war ein Spiel gestern, meine Fresse, aber alles der Reihe nach.

Um 18 Uhr war Abfahrt beim Weyerli, wir hatten da so eine leise Vorahnung was uns auf der Reise nach Oberlangenegg erwarten würde. Bis Steffisburg gings ja noch einigermassen, klar das Wetter war übel, denke Petrus war auch unterwegs zu dem Spiel, meine Theorie wird sich später noch bestätigen. Schon beim ersten Aufstieg gings los, Wale und sein Hürlimann blockierten die ganze Strasse, wiedermal ein technischer Defekt bei seinem Vorkriegsmodell. Zum Glück war in unserem Auto ein gelernter Automechaniker, Wale hatte schon Tränen in den Augen, er jammerte etwas von er würde noch das Spiel heute Abend verpassen. Sozial wie die CWF halt ist, brachten wir den Hürlimann wieder in Gang und liessen ihn davon tuckern. Wir machten bei der nächsten Bergspunte halt und genehmigten uns ein paar Kafi Lutz um in Stimmung zu kommen. Kaum losgefahren schon das nächste Hindernis, diesesmal konnte aber der gute Wale nichts dafür. Tinu Rauch wär nämlich auch wieder sehr früh unterwegs und hatte das Tor von Wales Ziegenweide aufgebrochen und die Geissen auf die Strasse getrieben, schlechtes Timing Tinu. Nach einer Stunde hatten wir dann die Geissen wieder auf der Weide und konnten endlich weiterfahren. Nach unzähligen Bergpreisen und Schneestürmen, kamen wir in Oberlangenegg an. Wir waren hungrig von der langen Fahrt und wollten uns in Wales Spunte "Hot Shots" verpflegen. Drinnen waren schon einige bekannte Gesichter anzutreffen. Coach Krebs trank sich mit Glühwein ins Elende, er erhoffte sich wohl eine Lösung für sein Spielsystem mit 4 Linien zu finden. Nach 45 Minuten warten und 5 Min Essen gings dann ab ins Stadion der heulenden Winde. Petrus hatte auf der VIP Platz genommen und spielte ein wenig mit dem Wetter. Mal Schnee, mal Regen, fehlte eigentlich nur noch der Hagel und das Wetterprogramm wäre komplett gewesen. Die Rot-Blauen kamen mit dem Schnee aber besser zu Recht als die Einheimischen Holzfäller und Meier setzte mit dem 1:0 eine erste Duftmarke. Dann kam aber der Auftritt von Wolfsmörder Züri. Nachdem er kurz nach Spielbeginn noch Gnade vor Recht walten liess und nur den Pfosten traf, macht er es diesesmal besser, Päng und schon war Wale am Knie getroffen, 2:0 für RBB.

Nach 10 Minuten dann der erste Unterbruch, auf dem Eis lagen ca. 10 m Schnee, Petrus hatte eine Lawine ausgelöst. Die angeschossenen Wölfe um Wale kamen aber nochmal zurück ins Spiel und auf 2:1 heran. Kurz nach dem ersten Drittel kam dann aber nochmal Züri und erschoss die Wölfe eigentlich endgültig. Wale röchelte und war am Boden zerstört, Züri hatte mitten ins Herz getroffen. Dann kam noch der Auftritt von unserem Gutmenschentorhüter Maikel. Er hatte Mitleid mit dem sterbenden Wale und wollte das Spiel noch einmal spannend machen. In Überzahl servierte er einem Holzhacker den Puck wunderbar auf die Schaufel, der brauchte mit seinem Baumstamm nur noch drauf zu hauen und das leere Tor zu treffen. Das wars dann aber auch, Wale und die Wölfe waren durch Züri erledigt, dazu noch 3 Punkte geklaut, gott war die dämliche Dorfbevölkerung sauer, Züri musste nach dem Spiel sofort flüchten denn die Bauern wollten ihn mit ihren Heu- und Mistgabeln lynchen. Der Rest der Mannschaft feierte den positiven Jahresabschluss mit den mitgereisten Zuschauern und verabschiedeten sich in die verdiente Weihnachtspause.

Wir beeilten uns nach dem Spiel auch extrem, wir wollten erstens der wütenden Dorfbevölkerung entkommen und zweitens unbedingt vor Tinu Rauch den Berg runterfahren, wir waren überzeugt dass er auch auf dem Rückweg irgend einen Anschlag auf die Viehherde von Walti vor hatte. Züri ist übrigens untergetaucht, man munkelt er sei am Nordpol am fischen. Wir hoffen ihn nach der Weihnachtspause wieder auf dem Eis zu sehen, bis dahin hat sich dann die Dorfbevölkerung hoffentlich beruhigt, ist ja eine besinnliche Zeit die kommt.Die Frässpäckli für Züri könnt ihr übrigens dem Samichlaus mitgeben, der wohnt ja auch am Nordpol.

Danke Jungs für ein geiles 2011.

 

D Gägner wärde gfrässe wied Schaf vo de Wöuf – witer so im Zwöitusiguzwöuf.

 

 

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